|
Ein Abend voller Höhepunkte!
Theo von Jenun, gut bekannt von der Gruppe Dreyerley, lädt ein zu
einem „feurigen“ Abend und macht gespannt auf einen spannenden
Programmverlauf. So zeigen die Seiltänzer Kerstin & Maik eine wahrhaft
akrobatischen Vorstellung.
Ein besonderer musikalischer Höhepunkt erwartet die Gäste mit dem
„Mittelalter – Rock – Konzert“ am Samstag ab 21 Uhr. Die Musikgruppe „Fabula“
begeistert mit Sackpfeifenmusik aus allen '4' Winden. Mit „Fabula“
konnte eine international agierende, nicht nur der Mittelalterszene
wohlbekannte Musikgruppe gewonnen werden, die das Publikum immer
wieder zu Begeisterungsstürmen animiert. .Bereits zum „Tag der
Sachsen“ 2009 erspielten sich die Musikanten die Herzen des Publikums.
Anschließend verzaubern die „Ersten sächsischen Fahnenschwinger“ mit
ihrer Ultra – Light Show den Abend in Bilder voller Harmonie. Sie
erzeugen einen Rausch der Farben und Klänge - ein einzigartiges
Erlebnis mit höchsten Schwierigkeiten.
Zum Abschluss werden 1000 Sterne in einem Feuerwerk den nächtlichen
Himmel über der Basilika erstrahlen lassen.
|
|
Schauspiel zu den Historischen Markttagen in Wechselburg 2010 – ein
kurzer Überblick:
Im Jahre 2010 wird der interessierte Zuschauer in das Wechselburg im
tiefsten Mittelalter entführt. Zu dieser Zeit hieß Wechselburg noch
Zschillen und die Mönche und Ritter des Deutschen Orden bestimmen über
das geistige und politische Leben in der noch recht kleinen Siedlung
am Ufer der Mulde.
Das Kloster Zschillen, als eines der schönsten
Ordensstifte in der hiesigen Region bekannt, stellte dabei eine
Besonderheit unter den Häusern der Deutschritter dar. Denn hier lebten
fast ausschließlich geistliche Vertreter des Ordens, nicht wie im
Normalfall auch echte Ritter. Dieser Umstand führte dazu, dass es im
Kloster Zschillen recht gesittet und ruhig von statten ging. Die Ruhe
wird aber je gestört. Im Jahre 1415 wird der als Ketzer verrufene
böhmische Reformator Jan Huss auf dem Scheiterhaufen in Konstanz
verbrannt und dessen dadurch aufgebrachte Anhänger, jetzt Hussiten
genannt, rüsteten zum Aufstand gegen Kirche und Kaiserreich.
So wurde
auch der Deutsche Orden herangezogen um die aufständigen Hussiten
niederzuschlagen. Mehreren Kreuzzügen gegen die Hussiten folgten
unzählige Überfälle derer auf sächsische Länderrein. Das Kloster
Zschillen wird Durchgangslager für die Rittersleute des Ordens. Hier
können sie bei üppigen Speisen, großen Festen und Saufgelagen nochmals
Kraft und Mut für den Kampf gegen den böhmischen Feind tanken. War man
so zwar mit den Kreuzzügen verbunden, jedoch dies fernab jeglicher
Kämpfe, so änderte sich dies in grausamer Art und Weise im Jahre 1450,
als auch das Kloster Zschillen von den Hussiten überfallen und
geplündert wurde. Von dieser turbulenten und wechselvollen Zeit
zwischen Krieg und Frieden, Ruhe und Unruhe, Freude und Angst,
berichtet das Schauspiel.
Dem Zuschauer werden aber auch Einblicke in
die kleinen Geschichten, Liebelein und Tragödien am Rande gewährt. So
kann er zum Beispiel erfahren, was für einen Eindruck die
durchziehenden Ritter bei den Damen und Herren auf den hiesigen
Bauernhöfen hinterlassen haben und ob nicht doch die ein oder andere
Dirne den stattlichen Rittern den Kopf verdreht hat. Auch soll gezeigt
werden, wie neue Mitglieder für den Orden gefunden und aufgenommen
wurden. Da dies nicht immer aus freien Willen geschah ist bekannt, was
dies aber für Folgen haben kann, das bleibt das große Geheimnis des
diesjährigen Wechselburger Laien-Schauspiels. |