Das aktuelle Amtsblatt
vom 7. August 2010
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Amt24
 
     

 

 
Wechselburg lädt ein zum 14. Historischen Marktfest
am 14. August 2010 ab 13 Uhr
am 15. August 2010 ab 11 Uhr
 
Das komplette Festprogramm zum Download als PDF-Datei
 
- einzigartiges Flair, mittelalterliches Markttreiben -
 
- Speis und Trank -
 
- Spiel und Spaß für die Kleinen -
 
- "Wechselburger Feuerzauber", 14. August 2010, 20 Uhr -

Ein Abend voller Höhepunkte!
Theo von Jenun, gut bekannt von der Gruppe Dreyerley, lädt ein zu einem „feurigen“ Abend und macht gespannt auf einen spannenden Programmverlauf. So zeigen die Seiltänzer Kerstin & Maik eine wahrhaft akrobatischen Vorstellung.

Ein besonderer musikalischer Höhepunkt erwartet die Gäste mit dem „Mittelalter – Rock – Konzert“ am Samstag ab 21 Uhr. Die Musikgruppe „Fabula“ begeistert mit Sackpfeifenmusik aus allen '4' Winden. Mit „Fabula“ konnte eine international agierende, nicht nur der Mittelalterszene wohlbekannte Musikgruppe gewonnen werden, die das Publikum immer wieder zu Begeisterungsstürmen animiert. .Bereits zum „Tag der Sachsen“ 2009 erspielten sich die Musikanten die Herzen des Publikums.

Anschließend verzaubern die „Ersten sächsischen Fahnenschwinger“ mit ihrer Ultra – Light Show den Abend in Bilder voller Harmonie. Sie erzeugen einen Rausch der Farben und Klänge - ein einzigartiges Erlebnis mit höchsten Schwierigkeiten.
Zum Abschluss werden 1000 Sterne in einem Feuerwerk den nächtlichen Himmel über der Basilika erstrahlen lassen.
 

- Schauspiel: "Von Rittern in weißen Mänteln
(der deutsche Orden im Kloster Zschillen)" an beiden Tagen -

Schauspiel zu den Historischen Markttagen in Wechselburg 2010 – ein kurzer Überblick:
Im Jahre 2010 wird der interessierte Zuschauer in das Wechselburg im tiefsten Mittelalter entführt. Zu dieser Zeit hieß Wechselburg noch Zschillen und die Mönche und Ritter des Deutschen Orden bestimmen über das geistige und politische Leben in der noch recht kleinen Siedlung am Ufer der Mulde.

Das Kloster Zschillen, als eines der schönsten Ordensstifte in der hiesigen Region bekannt, stellte dabei eine Besonderheit unter den Häusern der Deutschritter dar. Denn hier lebten fast ausschließlich geistliche Vertreter des Ordens, nicht wie im Normalfall auch echte Ritter. Dieser Umstand führte dazu, dass es im Kloster Zschillen recht gesittet und ruhig von statten ging. Die Ruhe wird aber je gestört. Im Jahre 1415 wird der als Ketzer verrufene böhmische Reformator Jan Huss auf dem Scheiterhaufen in Konstanz verbrannt und dessen dadurch aufgebrachte Anhänger, jetzt Hussiten genannt, rüsteten zum Aufstand gegen Kirche und Kaiserreich.

So wurde auch der Deutsche Orden herangezogen um die aufständigen Hussiten niederzuschlagen. Mehreren Kreuzzügen gegen die Hussiten folgten unzählige Überfälle derer auf sächsische Länderrein. Das Kloster Zschillen wird Durchgangslager für die Rittersleute des Ordens. Hier können sie bei üppigen Speisen, großen Festen und Saufgelagen nochmals Kraft und Mut für den Kampf gegen den böhmischen Feind tanken. War man so zwar mit den Kreuzzügen verbunden, jedoch dies fernab jeglicher Kämpfe, so änderte sich dies in grausamer Art und Weise im Jahre 1450, als auch das Kloster Zschillen von den Hussiten überfallen und geplündert wurde. Von dieser turbulenten und wechselvollen Zeit zwischen Krieg und Frieden, Ruhe und Unruhe, Freude und Angst, berichtet das Schauspiel.

Dem Zuschauer werden aber auch Einblicke in die kleinen Geschichten, Liebelein und Tragödien am Rande gewährt. So kann er zum Beispiel erfahren, was für einen Eindruck die durchziehenden Ritter bei den Damen und Herren auf den hiesigen Bauernhöfen hinterlassen haben und ob nicht doch die ein oder andere Dirne den stattlichen Rittern den Kopf verdreht hat. Auch soll gezeigt werden, wie neue Mitglieder für den Orden gefunden und aufgenommen wurden. Da dies nicht immer aus freien Willen geschah ist bekannt, was dies aber für Folgen haben kann, das bleibt das große Geheimnis des diesjährigen Wechselburger Laien-Schauspiels.

     
 letzte Aktualisierung am
 10.8.2010